NEUBAU BÜROGEBÄUDE GESPAG
LINZ

geladener Wettbewerb

Dietmar Moser
Matthias Seyfert

Clemens Steininger

11|2009

AUFGABENSTELLUNG

Ziel des in Oberöstereich und Salzburg offenen Wettbewerbes waren Vorentwürfe für den Neubau eines Bürogeböude mit Tiefgarage für die Gespag.

ENTWURFSKONZEPT

Das neue Bürogebäude der Gespag fügt sich als logischer Baustein in die vorhandene aufgelöste Blockrandbebauung. Die Tiefgarage ist zur dicht befahrenen Goethestraße orientiert. Der Haupteingang liegt an der ruhigen Ecke Grünauerstraße/ Kinderspitalstraße. Das Gebäude nimmt die Straßenfluchten auf. Im Osten viergeschossig und im Westen dreigeschossig steht es vermittelnd zwischen sechs- und dreigeschossigen Gebäuden. Gleichzeitig wird die Ecke sanft betont.

Der gedeckte Haupteingang teilt das Gebäude im Erdgeschoss. Die gewünschte Gliederung mit jeweils autarken Eingängen für Betriebsrat und Leitung ist so selbstverständlich und großzügig gelöst. Die zentral zusammen gefassten Besprechungsräume am Eingang öffnen sich zum Park Richtung Osten. Für Kunden prägen sie das Bild nach außen. In die oberen Geschosse führen natürlich belichtete Treppe bzw. Lift. Die anschließende, auf geweitete Mittelgangzone erschließt die Büros, ist helle, freundliche Kommunikationszone und nimmt Allgemeinfunktionen für Kopierer etc. auf. Pragmatisch aufgereihte Büros mit individuell zu öffnenden Fenstern sichern kostengünstige Errichtung, Flexibilität in der Nutzung und angenehmes Arbeitsklima. Verteilt auf alle Geschosse liegen die Sozialräume. Großflächiger geöffnet, lockern sie die stringente Struktur.

Die Fassade ist ein Abbild der inneren Funktionen. Gläserner Sockel im Erdgeschoss für Eingang und Besprechungsräume - geschlossener Baukörper mit serieller Lochfassade für die Büros - eingestreute großzügige Öffnungen der Sozialräume lockern spielerisch auf. Die außenliegende Verschattung als vertikaler Klappladen verhindert sommerliche Überhitzung. Außerhalb der Bürozeiten schließt sich die Hülle, was Auskühlung durch Abstrahlung reduziert. Kombiniert mit guter Wärmedämmung, gängigen Fenstergrößen und somit leicht zu erreichenden kleinen U-Werten, kontrollierter Lüftung mit Wärmerückgewinnung und einem effektiven Heizsystem ist Niedrigstenergiebauweise ohne aufwendige Technik und mit öffenbaren Fenstern leicht erreichbar.

Das Gebäude lebt vom parkartigen Ambiente mit alten Bäumen. Die Fassade nimmt das changierende Grün der Umgebung auf. Für die Außenanlagen prägend werden die großen, quadratischen Flächen der Fassade, welche als Sitzgelegenheiten, Öffnungen zur tiefer gelegenen Garage, etc. die Freifläche unaufgeregt gestalten. Das neue Gebäude und der alte Park formen gemeinsam das Bürogebäude der Gespag.

Tiefgarage und Sockel werden in Stahlbeton, die oberen Geschosse in Massivbauweise errichtet. Vergrößerung durch Aufstockung ist sichergestellt.